Uwe von Seltmann: Es brennt. Mordechai Gebirtig, Vater des jiddischen Liedes

38,00 

Die erste deutschsprachige Biografie des »Vaters des jiddischen Liedes«.

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»VORSCHAU«

38,00 

Kategorie:

Beschreibung

Gattung Literarische Biografie

Seiten 400
Erscheinungsdatum 08. November 2018
Ausgabe Hardcover
ISBN 978-3-946120-65-0

Preis: € (D) 38,00 | € (A) 38,50

In Kooperation mit …
Weiterdenken e.V. | Kulturstiftung Erlangen | Es brennt

zum Buch

Wenn die Geschichte anders verlaufen wäre und nicht Millionen Juden mitsamt ihrer Kultur vernichtet worden wären, so der italienische Künstler Rudi Assuntino, wäre der jiddische Dichter Mordechai Gebirtig heute so populär wie die Gershwin-Brüder. Gebirtig, auch der »Vater des jiddischen Liedes« genannt, wurde 1942 im Krakauer Ghetto von Nationalsozialisten ermordet. Doch rund 170 seiner Gedichte und Lieder haben die Shoah überlebt. Heute wie damals sind sie ein bedeutendes Zeugnis jüdisch-europäischer Kultur und werden weltweit von namhaften Künstlern gesungen und interpretiert. Gebirtigs bekanntestes Lied S’brent (Es brennt) war während der NS-Zeit die inoffizielle Hymne jüdischer Widerstandskämpfer, heute wird es in Israel zu jedem Holocaust-Gedenktag angestimmt.

Es brennt ist die erste deutschsprachige Biografie Mordechai Gebirtigs – eine Pionierarbeit und ein Buch gegen das Vergessen. Viele Lieder Gebirtigs werden hierfür das erste Mal ins Deutsche übertragen. Aus Archiven in Europa, Israel und den USA hat Autor Uwe von Seltmann zahlreiche neue Entdeckungen zu Leben und Werk des Krakauer Poeten zusammengetragen. Liedbeispiele, Fotos, Zeitdokumente und Faksimiles illustrieren dieses Buch und machen es für Einsteiger wie Kenner zu einer faszinierenden Reise ins Jiddischland.

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zu Mordechai Gebirtig

Mordechai Gebirtig (1877–1942) war ein Krakauer Tischler und jiddischer Poet. Er verfasste zahlreiche sozialkritische Texte, die er den kleinen Leuten seiner Nachbarschaft widmete. 1920 wurde eine erste Sammlung seiner Lieder veröffentlicht. Im Oktober 1940 wurde er mit seiner Familie in das Dorf Łagiewniki deportiert, im Frühjahr 1942 ins Krakauer Ghetto, wo er im selben Jahr ermordet wurde. Trotz seines schlechten Gesundheitszustandes schrieb er bis zuletzt.

Ausstattung

Mit zahlreichen vollfarbigen Abbildungen.

Dieses Buch wurde durch eine Crowdfunding-Aktion auf startnext.com gefördert:

Stimmen

»Uwe von Seltmann entwirft mit Es Brennt! nicht nur ein beeindruckendes Panoptikum einer vergangenen Zeit, sondern einen sehr eindrücklichen Appell, diese Zeiten nicht zu unserer eigenen Gegenwart zu machen. … Sowohl typografisch, als in der Platzierung von Bildmaterial sowie im Umgang mit Lesefluss ein Buch-Highlight.« – Simone Scharbert (Fixpoetry.com) 2018

»Von Seltmann hat intensiv recherchiert, weltweit Zeitzeugen und Dokumente aufgespürt sowie viele von Gebirtigs Liedern erstmals ins Deutsche übersetzt – wobei er die jiddische Version immer dazu abdruckt und so einen reichen Eindruck dieser heute praktisch nicht mehr gesprochenen Sprache gibt. Daraus webt er ein umfassendes Bild, das den Dichter als Arbeiter-Revolutionär im Kampf um menschenwürdige Lebensbedingungen, als feinfühligen Melancholiker, als sprachmächtigen Bewahrer seiner jiddischen Muttersprache und als zähen Kämpfer für die reiche Kultur der jüdischen Bevölkerung zeigt. … Entstanden ist ein echtes Fundstück, nicht nur für Klezmer-Liebhaber und Gebirtig-Kenner.«Nürnberger Nachrichten vom 17.12.2018

»Es scheint nicht übertrieben, wenn von Seltmanns Buch als Pionierarbeit bezeichnet wird. Akribisch hat der Autor Archive in Europa, Israel und den USA nach Zeugnissen aus dem Leben Gebirtigs durchforstet. … Ein Versuch, das Vermächtnis von Mordechai Gebirtig und die jiddische Sprache vor dem Vergessen zu bewahren.«Jüdische Allgemeine 2019

»Mordechai Gebirtig hat als Liedermacher der Nachwelt ein einzigartiges Werk hinterlassen: Er hat über 40 Jahre lang das jüdische Leben in Osteuropa in allen Facetten des Alltags, von Sorgen um das tägliche Brot über Sehnsucht nach dem goldenen land bis hin zum Widerstand gegen den Faschismus in Liedern und Gedichten zum Ausdruck gebracht, die folkstimlikh im wahrsten Sinnes des Wortes sind. Uwe von Seltmann ist es in herausragender Weise gelungen, Leben, Leiden und Werk des Mordechai Gebirtig so zu erzählen, dass der Leser bereits nach den ersten Sätzen sich auf einer Reise ins yiddish land befindet. 200 abgedruckte Liedbeispiele verleihen dem zinger fun noyt eine Stimme und machen dieses großartige Buch zu einem Standardwerk des jiddischen Liedes und des jüdischen Lebens in kroke– Dr. Bertram Nickolay, Berlin, Initiator und Mit-Herausgeber der Jiddisch-Musik Anthologie Sol Sajn

»Es brennt ist ein wichtiges und wunderbares Buch, das mir sehr nahe gegangen ist. Über die unfassbare Tragik des Lebens von Mordechai Gebirtig und des osteuropäischen Judentums hinaus ist es ein Zeugnis eines wunderbaren Menschen. Gebirtigs ganz andere Vorstellung von Vergeltung und seine tiefe Liebe zu den Menschen sind tief beeindruckend. Bisweilen haben mich Gebirtigs einfühlsame Texte und Melodien an Gundermann erinnert, der ebenfalls ein einfacher Arbeiter war und zugleich doch so weise. Gratulation zu einem Buch, das auch von der Aufmachung her sehr hochwertig ist.« – Stefan Seidel, Leitender Redakteur Der Sonntag (Leipzig)

»Uwe von Seltmann lässt Mordechai Gebirtig in seiner Biografie wieder lebendig werden.« – Der Gäubote (Herrenberg)

»Uwe von Seltmann hat ein wunderbares Buch über Mordechai Gebirtig und seine Lebenswelt geschrieben. Er zeichnet nicht nur die Biografie des großen Liedermachers nach, sondern macht auch Zusammenhänge, Hintergründe, Vernetzungen, soziale Verhältnisse und historische Entwicklungen deutlich. Ich habe selten ein Buch zur jüdischen Geschichte in Osteuropa gelesen, dem es so eindrücklich gelungen ist, die Atmosphäre im Jiddischland spürbar werden zu lassen. Das Buch klärt auf – und geht zugleich zu Herzen.« – Prof. em. Dr. Heiko Haumann, Departement Geschichte, Universität Basel

»Uwe von Seltmann hat das Leben eines Mannes der drohenden Vergessenheit entrissen, der nicht zuletzt mit seinen Liedern anderen Hoffnung gab. Selbst im Ghetto schrieb Gebirtig bis kurz vor seinem Tod weiter. Von Seltmann will nicht nur an Gebirtig erinnern, sondern an die reiche jiddische Kultur insgesamt.« Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder)

»Eine Pionierarbeit und ein Buch gegen das Vergessen. Liedbeispiele, Fotos, Zeitdokumente und Faksimiles illustrieren dieses Buch und machen es für Einsteiger und Kenner zu einer faszinierenden Reise ins Jiddischland.« – Reutlinger General-Anzeiger

»Das wunderbare Buch über Mordechai Gebirtig hat mich berührt und belehrt zugleich. Es erweckt anhand der Lebensgeschichte und des Werkes dieses großartigen Dichters eine in Europa weitgehend untergegangene Welt wenigstens in Buchform wieder zum Leben. Ich bin stark beeindruckt von der Tiefe der Recherchen und der dennoch sehr eingängigen Art der Darstellung. Auch die Aufmachung des Buches mit zahlreichen zeitgenössischen und aktuellen Illustrationen sowie vielen Liedbeispielen ist sehr gelungen.« – PD Dr. Tobias Weger (IKGS München)