Paavo Matsin: Gogols Disko

21,00 

Eine großartige europäische Dystopie!

lit*europe by homunculus

Erscheint 25. Februar 2021

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Beschreibung

Gattung Belletristik

Autor Paavo Matsin
Übersetzer Maximilian Murmann
Originalsprache Estnisch
Originaltitel Gogoli Disko

Seiten 176
Erscheinungsdatum 25. Februar 2021
Ausgabe Hardcover
ISBN 978-3-946120-31-5

Preis: € (D) 22,00 | € (A) 22,50

zum Buch

Ausgezeichnet mit dem Preis des Estnischen Kulturkapitals und dem EU-Literaturpreis

Europa in wenigen Jahren: Das neugegründete Zarenreich Russland hat das gesamte Baltikum gewaltsam annektiert und dabei jede Spur estnischer Kultur ausgelöscht. Viljandi, ein vormals gemächliches Städtchen im Herzen Estlands, wurde so zum Sammelbecken für allerlei Bohemiens und gescheiterte Existenzen aus dem neuen Zarenreich.

Eines Morgens raubt der Meisterdieb Konstantin Opiatowitsch in der Straßenbahn einen Mann aus, der sich als der große russische Literaturklassiker Nikolai Gogol entpuppt, nach rund 170 Jahren von den Toten zurückgekehrt. Zusammen mit einem Haufen so zwielichtiger wie charmanter Kleinkrimineller und Tagediebe versucht Opiatowitsch den Wiedergänger für seine Zwecke einzuspannen – doch der will sich nicht in ihren Plan fügen und entfesselt für seine Entführer einen albtraumhaften Reigen, der ganz Viljandi ins Chaos stürzt.

In Gogols Disko nimmt Kultautor Paavo Matsin nicht nur die Angst der Esten vor dem mächtigen Nachbarn aufs Korn, sondern auch ihre Zerrissenheit zwischen östlicher und westlicher Kultur. Mit seinem anarchischen Humor und zahlreichen Bezügen zur Popkultur der Beatles-Ära gelingt es ihm, eine Atmosphäre heraufzubeschwören, in der diese Angst greifbar und zugleich ad absurdum geführt wird.

Nach Übersetzungen ins Englische, Russische, Finnische, Dänische, Bulgarische, Ungarische und Lettische endlich auch auf Deutsch!

Stimmen

»Gogols Disko ist zweifellos Matsins bislang bestes Werk: eine bizarre, traumartige Atmosphäre, bevölkert von bunten Charakteren und voller absurder Situationen. Matsin absorbiert Einflüsse aus Geschichte, Alchemie, Mystik und Literatur und schreibt immer klarer, ohne darüber seine Fähigkeit zu verlieren, eine magische und groteske Welt zu erschaffen: eine Welt, die sich einer Einordnung in Genres nicht unterwirft. (…) In Ermangelung besserer Begriffe könnte man Gogols Disko als zügellose Dystopie oder allegorische Groteske bezeichnen. Ein Buch, das antiutopisch und Parodie zugleich ist. In jedem Fall lässt Matsins freidrehende Fantasie die meisten estnischen Science-Fiction-Autoren weit hinter sich. (…) Die nachvollziehbaren sozialen Zustände und die außergewöhnlichen Ereignisse des Buches legen nahe, es dem magischen Realismus zuzuordnen – aber die Bilder, die Matsin heraufbeschwört, sind für diese Zuschreibung zu rastlos. Zu stark ist das Gefühl der Freiheit, das seine Bücher verströmen. Durch eine Verquickung von Humor, Irrwitz und Belesenheit hat Matsin eine einzigartige und befreiende Vision erschaffen, der auch die Moral nicht fehlt: Selbst wenn sich Situationen oder Verhältnisse dramatisch ändern, neigt das Leben dazu weiterzugehen.« – Jan Kaus, Estonian Literary Magazine, Estland

»Vor fünf Tagen war der Name Paavo Matsin nicht besonders vielen geläufig. Am Montag wurde bekannt, dass er den besten estnischsprachigen Roman des vergangenen Jahres geschrieben hat. Gogols Disko ist ein provokantes Werk aus dem Viljandi der Gegenwart über das Viljandi der Zukunft. Der russische Zar ist an der Macht und Esten gibt es kaum noch. Echt verrücktes Zeug. Und wohltuend unkonventioneller Lesestoff.« – Margus Haav, Postimees, Estland

»Gogols Disko ist wie ein gehaltvolles Dessert, das man sachte und aufmerksam genießen muss.« – Janika Läänemets, Sirp, Estland

»In Viljandi kennt jeder jeden, aber die zaristische Zukunft der Stadt kann man bis auf Weiteres nur in Matsins Roman kennenlernen. In seinen Büchern holt Matsin auf karnevaleske Weise alles aus der Gegenwart und der 100-jährigen Unabhängigkeit Estlands heraus.« – Aki Petteri Lehtinen, Helsingin Sanomat, Finnland

»Paavo Matsins dystopischer Roman Gogols Disko ist eine bizarre Satire über Inbesitznahme auf vielen Ebenen. Sie ist geschickt gemacht und geschickt konstruiert.« – Anne-Marie Vedsø Olesen, Politiken, Dänemark

»Paavo Matsin gilt schon heute als Meister der klassisch postmodernen Stilisierung.« – Ilmārs Šlāpins, Rīgas Laiks, Lettland

Presse

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