Auguste Hauschner: Der Tod des Löwen

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Der vergessene Prag-Roman! Ein Klassiker der modernen deutschsprachigen Literatur Tschechiens, illustriert von Hugo Steiner-Prag.

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Kategorie:

Beschreibung

Gattung Belletristik

Seiten 180
Erscheinungsdatum 07. März 2019
Ausgabe Hardcover
ISBN 978-3-946120-28-5

Preis: € (D) 20,00 | € (A) 20,50

zum Buch

Das frühe 17. Jahrhundert. Prag ist in Aufruhr. Wie ein böses Vorzeichen hängt ein blutroter Meteor über der Stadt. Der böhmische König Rudolf II. leidet unter Verfolgungswahn und fürchtet um seinen Thron. Er beauftragt Alchemisten und Astronomen, seine Macht zu sichern. Als diese keine Lösung finden, zwingt er Rabbi Löw, den Erschaffer des Golems, ihn in die Geheimnisse der Kabbala einzuweihen – und ihm dazu die Kammer von dessen schöner, schwer kranker Tochter zu öffnen. Doch sein Handeln bringt nicht nur das Mädchen an den Rand des Todes, sondern treibt auch einen Keil zwischen die Glaubensgemeinschaften Prags. Während im Judenviertel die ersten Häuser brennen, beginnt das Lieblingstier des Königs, ein mächtiger Berberlöwe, in seinem Käfig zu rasen.

Ein historischer Roman voller Mystik und schwarzer Romantik. Das magische Prag entwickelt hier wie in Meyrinks Golem ein bedrohliches Eigenleben: Der Hradschin und die Altstädter Rathausuhr, die verqualmten Labore der Alchemisten und die finstere Judenstadt …

Prag ist in Der Tod des Löwen, erstmals 1916 erschienen, nicht nur Schauplatz der Handlung, sondern ihr (un)heimlicher Protagonist. Die Figur Rudolfs II. erinnert dabei mit ihrer Ignoranz gegenüber Fakten und ihrer Politik des Aufwiegelns auf erschreckende Weise an die Populisten des 21. Jahrhunderts.

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Ausstattung

Mit elf Radierungen des Prager Star-Illustrators Hugo Steiner-Prag.

Stimmen

»Obwohl Hauschner überwiegend historisches Personal einsetzt, ist ihre Novelle nicht trocken, sondern ein verzaubertes Stück Literatur, das den Vergleich mit Gustav Meyrinks Roman Der Golem nicht zu scheuen braucht. Die Betonung des Unheimlichen ist für sie ein Mittel, um großes Unheil anzukündigen. Der letzte Satz der Novelle verweist auf den Dreißigjährigen Krieg. Der zeithistorische Bezug liegt auf der Hand: Mit dem Ersten Weltkrieg endet das Miteinander der Völker im Habsburgerreich. Und auch heute ist Mitteleuropa nicht vor religiösem Wahn und politischem Fanatismus gefeit. Hauschners Novelle hält uns den Spiegel vor. Vor allem aber überzeugt das schmale, schön gestaltete Büchlein durch seinen anregend fremden Stil.« SWR2 2019

»Dass Hauschners Werk wiederentdeckt wurde, ist ein Glücksfall, nicht nur wegen des lesenswerten Romans, sondern auch, weil einem klar wird, dass der Prager Kreis vielfältiger war, als man vielleicht dachte. Auguste Hauschner, eine deutschsprachige Schriftstellerin, die man kennen sollte.« – Florian Gasser im ZEIT-Politikpodcast Servus. Grüezi. Hallo vom 14.08.2019

»Ein toller, sogar süffiger Text, der eine neue Ausgabe mehr als rechtfertigt. Umso erfreulicher, dass diese so eindrucksvoll geraten ist. Die unanfechtbaren Literaturliebhaber des homunculus verlages haben eine Ausgabe des Textes zusammengestellt, an der alles stimmt. Der hervorragend edierte Text wird mit dunkel-stimmungsvollen Radierungen des bekannten Illustrators Hugo Steiner-Prag und einem kurzen, aber sehr informativen Nachwort der Literaturwissenschaftlerin Veronika Jičínská angereichert.«in münchen Magazin 2019

»Wer Auguste Hauschner heute liest, wird sie in der Liste der bedeutenden Prager Schriftstellerinnen nie wieder auslassen.«Zeilensprünge 2019

»Eine sehr schöne Ausgabe, die mit geprägtem Cover in Gold, bedrucktem Vorsatzpapier (Silhouette von Prag) und Fadenheftung daherkommt. … So gehören Klassiker-Neuausgaben gemacht, in wertiger Ausgabe und mit einem Nachwort versehen.« – BookGazette 2019

»Ein ganz besonderes Juwel.«Sätze & Schätze 2019

»Hauschners Stil bedient sich einer kräftigen, bildhaften Sprache voller expressionistischer Anklänge, die zugleich der Handlungszeit angemessen ist, ohne sie übertrieben widerzuspiegeln.«literaturkritik.de 2019

»Hauschner, eine überzeugte Pazifistin, schlägt eine Brücke vom aufziehenden Dreißigjährigen Krieg in die (damalige) Gegenwart.«Prager Zeitung 2019