Pitaval / Meißner / Schiller: Leichenöffnung des Lasters

20,90 

Die drei Urväter des Kriminalromans mit ihren bewegenden Fallerzählungen.

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Beschreibung

Gattung Belletristik | Krimi

Seiten 352
Erscheinungsdatum 16. Oktober 2015
Ausgabe Hardcover
ISBN 978-3-946120-01-8

Preis: € (D) 20,90 | € (A) 21,40 | SFR (CH) 30,90

zum Buch

Ein unschuldiges Mädchen, das in seiner Not zur Mörderin wird. Eine Giftmischerin, die ganz Paris in Angst und Schrecken versetzt. Ein Wilddieb, der von der Gesellschaft verstoßen nur noch in einer Verbrecherbande Anerkennung findet. Mit diesen und neun weiteren hier versammelten Geschichten schreiben drei Autoren im 18. Jahrhundert für die Menschlichkeit und dafür, dass der Verstand eines Tages über die rohe Gewalt triumphiert – dass die Justiz endlich ein Ort nicht nur von Strafe, sondern von moralischer Gerechtigkeit wird.

Als Erste in der Literaturgeschichte erkennen François Gayot de Pitaval (1673–1743), August Gottlieb Meißner (1753–1807) und Friedrich Schiller (1759–1805) das Interesse ihrer Leser an spannenden Kriminalfällen und tasten sich in ein neues Genre vor, das wir heute als den Krimi kennen und schätzen.

Nicht nur Kriminalgeschichten – Krimigeschichte!

Leseprobe

»Um sechs Uhr wurde sie im bloßen Hemd mit einem Strick um den Hals zu der Kirche Notre-Dame geführt, um da Kirchenbuße zu tun, und sodann wieder auf den Karren gesetzt. Hier sah ich sie selbst, rücklings auf Stroh liegend, im Hemd, mit einer niedrigen Haube auf dem Kopf, den Geistlichen auf der einen, den Scharfrichter auf der anderen Seite. Alle Glieder zitterten mir bei diesem Anblick. Diejenigen, welche die Hinrichtung mit angesehen haben, versichern, sie habe das Schafott mit vielem Mut bestiegen. Ich für meinen Teil war mit der guten Deseurs auf der Brücke von Notre-Dame. Nie habe ich Paris so in Bewegung gesehen. Wenn Sie mich aber aufs Gewissen fragen, was ich eigentlich gesehen habe, so muss ich bekennen, nichts weiter als eine Haube. Es war ein schauderhafter Tag.«

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