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Unsere Neuerscheinungen

Stanka Hrastelj: Batseba

Eine emanzipatorische Neuinterpretation der biblischen Geschichte von Batseba und König David.

Als König David sich die schöne Batseba zur Frau nimmt, klebt Blut an seinen wie an ihren Händen. Für ihr neues Leben an der Seite des Königs setzte Batseba ihre Reize mit Kalkül und ohne Rücksicht auf Verluste ein. Die Heirat mit dem beliebten und gebildeten Herrscher verschafft ihr den sozialen Aufstieg, Macht, Geld und somit vor allem Unabhängigkeit. Doch obwohl Batsebas Leben wie ein Märchen erscheint, wächst in ihr ein nagendes Gefühl der Schuld, und dieses treibt sie in einen selbstzerstörerischen Wahn.

In lyrisch-verdichteter Sprache erzählt Stanka Hrastelj die berühmte biblische Geschichte von Batseba und König David neu, verlegt sie in das Slowenien von heute und stellt dabei die Frage nach weiblicher Macht und Ohnmacht.

Übersetzung: Metka Wakounig

»Ihre Sprache ist vielschichtig, lebhaft und unvorhersehbar, durch unterschiedliche sprachliche Schichten durchscheinend.« — Mladina Magazin, Slowenien

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Hana Lehečková: Das heilige Haupt

Ausgezeichnet mit dem Jiří Orten Preis für das beste Werk von Autor:innen unter 30

Er hat keinen Vater, er hat keinen Job, er hat keine Freunde – in einem kleinen religiös-konservativen Grenzdorf erlebt Zdeněk ein Familienleben, das von Schulden, Mobbing, Spott und häuslicher Gewalt geprägt ist. Alles Fremde und Andersartige wird in diesem Umfeld radikal abgelehnt. Während Zdeněk diese Denkweisen naiv reproduziert, wird er bald selbst zur Zielscheibe der Dorfgemeinschaft, die ihn, den »Dorfdeppen«, vehement missversteht.

Mit sprachlicher Bravour sperrt Hana Lehečková ihre Leserinnen und Leser in den Kopf eines geistig beeinträchtigen jungen Mannes ein. Ihr gelingt dabei ein literarischer Geniestreich, der die Psychologie des ewigen Verlierers brutal seziert.

Übersetzung: Hana Hadas

»Hana Lehečková hat es geschafft, einen Antihelden zu kreieren, mit dem wir Gedanken und Emotionen aufrichtig erleben, und wir fühlen Respekt für seine verwundbare Menschlichkeit.« — Laudatio Jiří-Orten-Preis 2020

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